SG Kelsterbach - Kegeln Männer

Rückblick auf Saison 2013/2014 der SG Herren 1

(02.09.2014)

Manch einer man es ja kaum glauben, aber es war tatsächlich erst die zweite Saison im neu gegründeten Verband, der Deutschen Classic-Kegler Union (DCU), die in der Spielzeit 2013/14 ausgetragen wurde.

Mittlerweile kann sich manch Einer im Angesicht von liebgewonnenen technischen Errungenschaften wie Liveticker, Onlinetabelle und einer Fülle von Statistiken kaum noch an die Zeit erinnern, als man hinter den Pulten kauerte und jeden Wurf händisch notieren musste. Wenn heute statt dem Kegelspiel eher auf Twitter und Facebook „gefollowed“ wird, wünscht sich manch älteres Semester in Stillen „angenervt“ die vermeintlich „gute, alte Zeit“ zurück (da hatte man halt andere Probleme!). Glücklicherweise ist (und bleibt) das Kegelspiel immer noch ein manueller Vorgang, mit (Kugel in der) Hand und Fuß (an der Abwurfbohle) und das ist auch gut so !!

Wie ein roter Faden zogen sich diesmal allerdings nicht etwa herausragende Leistungen, sondern vielmehr verletzungsbedingte Ausfälle durch die Saison. Folgerichtig mussten insgesamt 14 verschiedene Spieler in jeweils unterschiedlichsten Konstellationen ihr Können präsentieren, was insbesondere unsere (z.T. bedauernswerten) Sportwarte vor ständig (und zum Teil kurzfristige) neue Herausforderungen stellte. „Und wenn es schon nicht lief, dann ist auch noch g’rad‘ kein Glück in der Nähe gewesen“ hätte ein oft treffendes Fazit lauten können.

So musste Andre Maul (in Ludwigshafen) in seinem ersten Heimspiel ausgerechnet gegen uns seine Bestleistung mit unglaublich guten 1109 Kegeln abliefern. Trotz einem hervorragenden Gesamtergebnis von 5841 Kegeln und damit nur 20 Kegeln unter dem Auswärts- und Clubrekord, konnte man mit durchweg guten Ergebnissen zwischen 960 und 1004 Kegeln zwar glänzen, jedoch keine Punkte ergattern. Dieser „Fluch“ hielt auch in den weiteren Spielen an: So konnte Reinhardt Kirst (in Nauheim) ausgerechnet gegen uns mit 964 Kegeln überzeugen, Erich Walker (in Rodalben) in seinem ersten Spiel nach überstandener Verletzung ausgerechnet gegen uns mit starken 954 Kegeln einsteigen und Mario Dietz (in Mehlingen) ausgerechnet gegen uns mit 998 Kegeln glänzen.

Es schien wie verhext zu sein und wir bekamen da auch schon mal „das (berühmte) Fell über die Ohren gezogen“, wie beispielsweise zuhause gegen und in Gerolsheim oder in und gegen Monsheim. Trauriges Tüpfelchen auf dem „i“ war wohl der sensationsverdächtige Fehlstart beim Tabellenführer und späteren Meister der Liga in Gerolsheim, wo man nach gerade einmal EINEM Durchgang (ja nur zwei Spieler a 50 Wurf, was für eine Schande !) bereits mit 102 Kegeln zurücklag.

Ironie des Schicksals: Der letztliche Absteiger Ludwigshafen hatte von Kelsterbach gleich alle möglichen Punkte geholt, und so stand man ab dem 14. Spieltag stets mit dem Rücken zur Wand und im Tabellenkeller der Liga. Und verlor im darauf folgenden Spiel beim KV Grünstadt in einem packenden Spiel (weil die deutlich weniger spielten als sonst !) mit gerade einmal 20 Kegeln ein weiteres Spiel.

Doch bei allem „was suboptimal“ verlief, gab es umgekehrt natürlich auch positive Highlights auf unserer Seite. Klar, sonst wären wir ja logischerweise abgestiegen (da hat aber „echt“ nicht viel gefehlt !). Wirklich glänzen konnte man zuhause (5565:5351) und bei Olympia Mörfelden(5509:5724), gegen die man alle möglichen Punkte holte, und gegen die unerwartet leicht „endlich mal“ alles zusammen passte.

Äußerst erfreulich erspielte der noch am Beginn seiner Karriere stehende Youngster Maximilian Seib seinen ersten Vierstelligen (1002 in Rodalben) und auch in anderen Spielen glänzte er durchaus (985 in Viernheim). Holger Dama (993) bezwang Mehligen zuhause im Schlusspaar mit seiner Topleistung beinahe im Alleingang und verpasste die 1000er Marke nur sehr knapp. Kurios dagegen Frank Hoffmann (985 gegen Mörfelden), der mit einem gelb/rot Neuer (wegen 2. Übertritt im Abräumen nicht gewertet) und einer verlorenen Kugel (die im Kanal landete) endlich auch mal zuhause richtig „einen raushaute“, dabei aber leider den ersten Vierstelligen auf den eigenen Bahnen „versemmelte“.

Wie man leicht sieht, kann man sich so auch mal „Durchmogeln“, als Rezept für eine weitere Saison kann das freilich nicht herhalten.

Zwar stehen die Vorzeichen in Bezug auf die Personaldecke für die neue Saison 2014/2015 auf „etwas entspannter“, allerdings warten auch diesmal wieder spannende Begegnungen und Abenteuer mit alten und neuen Kontrahenten auf alle, die 200 Kugeln „durchhalten“ und die Flinte bis zuletzt NICHT ins Korn werfen wollen und dabei gerne nochmal das Letzte aus sich herausholen.

Erstmalig seit Jahren mehr personelle Zugänge als Abgänge lassen hoffen, dass man sich aus dem Gröbsten heraus- und bis zum Schluss von dem Tabellenende fernhalten kann. Zudem spielen alle Mannschaften (zuhause) wieder an einem Nachmittag, was dem Spielgeschehen und der Motivation untereinander schon immer zu einer anderen Würze verholfen, zumindest in der Vergangenheit.

In diesem Sinne wünsche ich den Sportwarten für die nun anstehende Saison (1. Spieltag = 13.09.2014) „weniger Personal-Kapriolen“ und damit weniger “graue Haare“, den Spielern beste Gesundheit, ein gutes „Händchen“, uns allen viel Spaß und insbesondere „GUT HOLZ“!

(Frank Hoffmann, Spieler und Pressewart)

 

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